Die Lebenshilfe - Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.
 

Blickwechsel

Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung

Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll (links) besuchte Marcel Porta an dessen Arbeitsplatz in der Werkstatt. Foto: Lebenshilfe Heinsberg
Im Jubiläumsjahr hatte die Bundesvereinigung Lebenshilfe zur Aktion "Blickwechsel" aufgerufen. Dabei sollten sich Menschen mit und ohne Behinderung näher kennenlernen. In Heinsberg und Haslach ist dies gut gelungen.

Montagmorgen, am Eingang der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) wartet schon der Bürgermeister von Übach-Palenberg auf den Mitarbeiter Marcel Porta. Paul Schmitz-Kröll wird den Vormittag über bei dem jungen Mann mit Behinderung in der WfbM der Lebenshilfe Heinsberg hospitieren. Die beiden sind schnell ein eingespieltes Team.

Während der Arbeit haben sie noch ausreichend Zeit, sich näher kennenzulernen. Marcel erzählt von seinen Hobbys und seiner Wohnung in Heinsberg. Er will wissen, was ein Bürgermeister so macht. Darüber wird er bald mehr erfahren, denn der Gegenbesuch ist schon ausgemacht.

Als es soweit ist, arbeitet Marcel Porta mit dem Bürgermeister in dessen Büro erst einmal einen Stapel Briefe durch. Dann besuchen sie gemeinsam die Feuerwehrwache und einen Naturpark.

Auch andere Prominente der Stadt haben bei der Blickwechsel-Aktion
mitgemacht, so zum Beispiel der Heinsberger Probst Günter Meis.
Keinerlei Berührungsängste: Wolfgang Tatha und Tamara Armbruster, deutsche Vizemeisterin im Ringen. Foto: Lebenshilfe Kinzig-Elztal
Besondere Gäste in Haslach

Besondere Gäste waren bei der Lebenshilfe Kinzig-Elztal in der Haslacher Wohnstätte zu Besuch: Die erfolgreichen Ringer des KSV Haslach 1958 nahmen Einblick in den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner.

Hausleiter Andreas Meyer begrüßte die Gäste und informierte über das familiäre Zusammenleben der Lebenshilfe-Bewohner/innen. In einer ansprechenden Dia-Show vermittelte er einen Überblick über die Freizeitaktivitäten.

Bei der anschließenden Hausbesichtigung präsentierten die zwölf Bewohnerinnen und Bewohner stolz ihre Zimmer nebst Hobbyraum im Keller und Hasenstall im Garten.

Der Vorsitzende der Lebenshilfe, Helmut Pfotzer, unterstrich in seiner Rede, wie wichtig die Integration behinderter Menschen sei.

Die Ringer-Delegation war bunt gemischt. Neben den Ringer-Assen Tatjana und Tamara Armbruster waren auch Trainer Lars Schuler, vier Jugendringer zusammen mit Jugendleiter Joachim Stiffel und der zweite Vorsitzende des KSV, Sylvester Harter, gekommen. Als Gastgeschenk überbrachten sie ein Bild der aktiven Ringermannschaft des KSV. Klar, dass dieses künftig einen Ehrenplatz bekommt.

Schnell entwickelten sich zwischen den behinderten Menschen und den KSV-Ringern lebhafte Gespräche. Von Anfang an gab es auf beiden Seiten keine Berührungsängste. Während sich die Ringer eingehend nach den Tagesabläufen, der Arbeit, aber auch den Hobbys und Vorlieben der Bewohner erkundigten, waren diese vor allem an den sportlichen Erfolgen der Ringer interessiert. Der KSV hat nach diesem Abend auf jeden Fall zwölf neue Fans!
 
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