Die Lebenshilfe - Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.
 
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2018

 
Titelseite Jahresbericht 2018
 
 

Wichtige Ereignisse im Jahr 2018

Bundespräsident und Kanzlerin würdigen 60 Jahre Lebenshilfe

Menschen mit und ohne Behinderung tanzen ausgelassen durch die Straßen und stecken alle mit ihrer Lebensfreude an. „Hey, Welt!“ heißt das Musikvideo, mit dem die Bundesvereinigung Lebenshilfe am 25. Januar in ihr Jubiläumsjahr startet. Außerdem ruft sie zum Kreativ-Wettbewerb „Ganz plastisch“ auf. Die sechs besten Arbeiten werden beim Festakt am 28. September in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgezeichnet. Und auf der Mitgliederversammlung am 15. November am Gründungsort Marburg gratuliert Bundeskanzlerin Angela Merkel per Video zum 60. Geburtstag. Mit Kendimiz.de schafft die Lebenshilfe zum Jubiläum eine deutschlandweit einzigartige Selbsthilfe-Plattform für Angehörige von Menschen mit Behinderung und türkischem Migrationshintergrund. Darüber hinaus legt die Lebenshilfe eine Studie zum Wandel des Wohnens von Menschen mit Behinderung vor; sie trägt den Titel „Wege aus dem Abseits“ und beschreibt die Impulse der Lebenshilfe.

Gegen vorgeburtliche Bluttests

Vorgeburtliche Bluttests, mit denen das Down-Syndrom und weitere Chromosomen-Veränderungen festgestellt werden können, dürfen nicht zur Regeluntersuchung in der Schwangerschaft werden. Das fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe in einem Positionspapier vom 1. März.

Wachsam sein für Menschlichkeit

Mit einer Erklärung vom 13. April protestiert der Bundesvorstand der Lebenshilfe gegen eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag. Die Partei möchte wissen, wie viele Behinderungen, auf Heirat in Familien mit Migrationshintergrund zurückzuführen sind. Dazu stellt die Lebenshilfe klar: Angesichts der bekannten Zahlen zu Behinderungsursachen, ruft diese Anfrage Gedankengut aus der Nazi-Zeit wach. Mit 17 weiteren Verbänden macht die Lebenshilfe mit einer großformatigen Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung auf die diskriminierende AfD-Anfrage aufmerksam und ruft dazu auf, wachsam zu sein für Menschlichkeit.

Geschwister tauschen sich aus

Viele tun es hier zum ersten Mal: anderen Betroffenen die eigene Geschichte erzählen. Insgesamt 50 erwachsene Geschwister von Menschen mit Behinderung nehmen am 28. April am ersten Geschwistertreffen der Lebenshilfe in Berlin teil und spüren das gute Gefühl, nicht allein zu sein.

Investition in die Zukunft

Mit einem Neubau am Berliner S-Bahn-Ring will sich die Lebenshilfe von den rasant steigenden Mietpreisen in der Hauptstadt unabhängig machen. Den Grundstein dazu legt Bundesvorsitzende Ulla Schmidt, MdB, am 14. Mai: „60 Jahre nach Gründung der Lebenshilfe ist dies eine große Investition in unsere Zukunft. Wir müssen in Berlin und damit in der Bundespolitik auf Dauer präsent sein. Nur so können wir weiter erfolgreich die Interessen von Menschen mit Behinderung vertreten und wichtige Impulse für eine inklusive Gesellschaft in Deutschland geben.“ Der Umzug in die neue Geschäftsstelle ist für den Jahresbeginn 2020 geplant.

Auf internationalem Parkett

Klaus Lachwitz, ehemaliger Bundesgeschäftsführer der Lebenshilfe, stand acht Jahre lang ehrenamtlich an der Spitze des Weltverbandes Inclusion International. Mit dem Weltkongress im britischen Birmingham geht am 2. Juni seine Präsidentschaft zu Ende. Besonders wichtig war ihm, die Position von Selbstvertreterinnen und Selbstvertretern zu stärken. Von der Bundesvereinigung Lebenshilfe sind in Birmingham die Selbstvertreter Bernd Frauendorf und Joachim Busch dabei. Beide nehmen auch an einem Austausch mit einer Partnerorganisation in Südafrika teil: Im Juli empfangen sie Selbstvertreter aus Kapstadt in Deutschland, im Oktober fliegen sie nach Südafrika.

Neuer Internetauftritt

Die Bundesvereinigung gestaltet ihre Webseite www.lebenshilfe.de völlig neu und schaltet sie am 22. August frei. Die Bedienung ist nun einfacher und die Inhalte sind stärker an den Wünschen der Menschen mit Behinderung und ihrer Familien ausgerichtet.

Sein Humor baut Brücken für ein besseres Miteinander

Dr. Eckart von Hirschhausen erhält am 15. November den Lebenshilfe-Medienpreis BOBBY. Als Arzt, Moderator, Komiker, Autor und Gründer der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN wirbt er unermüdlich für eine Gesellschaft der Vielfalt, in der kranke, alte und behinderte Menschen nicht an den Rand gedrängt werden dürfen. Sein Humor baut Brücken für ein besseres Miteinander.



 
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