Die Lebenshilfe - Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.
 
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2016

 
Titelseite Jahresbericht 2016
 
 

Lebenshilfe nimmt Abschied von Tom Mutters

Mit 99 Jahren stirbt Dr. h. c. Tom Mutters am 2. Februar 2016. Zusammen mit Eltern und Fachleuten gründete der gebürtige Niederländer 1958 die Bundesvereinigung Lebenshilfe im hessischen Marburg. Der Verein hat sich in der Folge zur deutschlandweit größten Selbsthilfeorganisation für geistig behinderte Menschen und ihre Familien entwickelt mit rund 130.000 Mitgliedern, 506 örtlichen Vereinigungen und 16 Landesverbänden. „Tom, der Gründer“ wird Mutters bis heute genannt. Anfangs reiste er kreuz und quer durch die Republik und brachte die Lebenshilfe-Botschaft in jeden Winkel des Landes: Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung gehören ohne Wenn und Aber dazu. Sie sind ein wertvoller Teil der Gesellschaft – sie brauchen nur mehr Unterstützung als andere.

Bundestagspräsident Norbert Lammert beim Parlamentarischen Abend

Das geplante Bundesteilhabegesetz soll echte Fortschritte für Menschen mit Behinderung und ihre Familien bringen. So lautet die zentrale Forderung der Lebenshilfe auf ihrem Parlamentarischen Abend am 23. Februar in Berlin mit rund 200 interessierten Besuchern. Unter vielen hochrangigen Gästen ist auch Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Wie Pränataldiagnostik unsere Gesellschaft verändert

Auf die vorgeburtliche Diagnose eines Down-Syndroms folgt zumeist eine Abtreibung. Was die Weiterentwicklung der Pränataldiagnostik für Menschen mit Behinderung und die gesamte Gesellschaft bedeutet, damit setzt sich am 7. und 8. Juni eine internationale Ethik-Tagung in Berlin auseinander. Die deutsche Lebenshilfe richtet die Veranstaltung aus gemeinsam mit der Lebenshilfe Österreich, der Schweizer Elternselbsthilfeorganisation insieme sowie mit dem Berliner Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft.

Lebenshilfe kämpft erfolgreich für bessere Teilhabe

Unter dem Motto #TeilhabeStattAusgrenzung startet die Lebenshilfe am 15. Juli eine bundesweite Kampagne für ein besseres Bundesteil­habe­gesetz und Pflegestärkungs­gesetz III. Schon einen Monat später haben mehr als 50.000 Menschen eine gleich lautende Petition unterzeichnet. Die Lebenshilfen vor Ort führen intensive Gespräche mit den Abgeordneten aus Bund und Ländern, sie machen mit kreativen Aktionen auf die Forderungen aufmerk­sam. Höhepunkt ist am 7. November eine Demonstration vor dem Brandenburger Tor in Berlin mit rund 7.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland. Dabei werden insgesamt 151.698 Unterschriften an den Bundestag übergeben. Die Kampagne wird ein großer Erfolg: Viele Forderungen der Lebenshilfe werden bei Verabschiedung der Gesetze im Dezember 2016 berücksichtigt.

Supermaus siegt bei Familiale

Der Duft von Hollywood liegt am Abend des 15. September über dem KOSMOS Berlin. 400 Gäste sind dabei, als „Flash die Supermaus“, ein Animationsfilm der Lebenshilfe Leer, auf der Abschluss-Gala der Familiale 2016 zum Sieger gekürt wird. Unter dem Motto „Drehen Sie Ihr eigenes Ding!“ hatte die Bundesvereinigung Lebenshilfe dazu aufgerufen, sich mit selbst erstellten Filmen zu den Themen Familie und Inklusion am Wettbewerb zu beteiligen. 106 Beiträge wurden eingereicht – an vielen von ihnen hatten Menschen mit geistiger Behinderung aktiv mitgearbeitet.

Ulla Schmidt mit großer Mehrheit als Bundesvorsitzende bestätigt

Ulla Schmidt steht für weitere vier Jahre an der Spitze der Bundesvereinigung Lebenshilfe. Auf der Mitgliederversammlung am 16. und 17. September in Berlin wird die Bundestagsvizepräsidentin mit großer Mehrheit wieder­gewählt.

Selbstvertreter wollen sich weltweit vernetzen

Mehr als 900 Teilnehmer aus allen Kontinenten treffen sich vom 27. bis 29. Oktober in Orlando zum Kongress des Dachverbands Inclusion International, dem weltweit über 200 (Familien-) Organisationen für Menschen mit geistiger Behinderung angehören. Für die Lebenshilfe ist Joachim Busch vom Rat behinderter Menschen in die USA geflogen. Gemeinsam mit 160 weiteren Selbstvertretern geht er der Frage nach, wie ein internationales Netzwerk von Selbstvertretern aussehen könnte. Klaus Lachwitz, ehemaliger Bundesgeschäftsführer der Lebenshilfe, wird als Präsident von Inclusion International bestätigt.

Fernsehfilm mit Annette Frier macht Eltern Mut

Für ihre beeindruckende schauspielerische Leistung in dem WDR-Fernsehfilm „Nur eine Handvoll Leben“ erhält Annette Frier am 3. November in Köln den BOBBY 2016. Der Medienpreis der Lebenshilfe würdigt den sensiblen Umgang der TV-Produktion mit der vorgeburtlichen Diagnose einer sehr schweren Behinde­rung. Der Film macht Eltern Mut, ihr behindertes Kind anzunehmen.

 
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