Die Lebenshilfe - Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.
 
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2013

 
Abbildung Titelseite Jahresbericht 2013
 
 

Die wichtigsten Ereignisse auf einen Blick

 
Neuer Ausweis im Scheckkartenformat
 
Seit Januar 2013 werden die ersten neuen Schwerbehindertenausweise im Scheckkartenformat ausgestellt. Damit wird eine langjährige Forderung der Lebenshilfe erfüllt. Wiederholt hatten sich Menschen mit Behinderung in der Lebenshilfe und darüber hinaus dafür eingesetzt, dass der bisherige etwa postkartengroße Ausweis samt Beiblatt und Wertmarke kleiner und einfacher wird.
 
 
bigINCLUSION: der besondere Radio-Schülerwettbewerb
 
Alle gehören dazu – immer. Das ist Inklusion. Soweit die Theorie. Im Alltag ist das allerdings noch längst nicht überall angekommen. Gemeinsames Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung ist ein schwieriges Thema. Um hier etwas zu ändern, startet im März die Bundesvereinigung Lebenshilfe einen Radio-Schülerwettbewerb in Kooperation mit dem Radiosender bigFM und der Krankenkasse BARMER GEK.
 
 
Wahlrecht für alle
 
Vor mehr als 100 Bundestagsabgeordneten fordert die Lebenshilfe ein Wahlrecht auch für behinderte Menschen, für die eine umfassende Betreuung gerichtlich bestellt wurde. Bisher werden sie automatisch von Wahlen ausgeschlossen. Beim Parlamentarischen Abend der Lebenshilfe am 20. März in der Berliner Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen ergreifen Menschen mit Behinderung selbst das Wort. So sagt Joachim Busch vom Rat der behinderten Menschen in der Lebenshilfe: „Alle sollen wählen dürfen. Das ist ein Grundrecht und gehört zur Inklusion dazu.“
 
 
Eckpunkte für ein Bundesteilhabegesetz
 
Im April legt die Bundesvereinigung Lebenshilfe ihre Eckpunkte für ein neues Bundesteilhabegesetz vor. Es soll die längst überholte Eingliederungshilfe ablösen und die Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gesellschaft mit der UN-Behindertenrechtskonvention in Einklang bringen. Das Papier gibt es auch in Leichter Sprache.
 
Unter Federführung der Lebenshilfe veranstalten die fünf Fachverbände für Menschen mit Behinderung am 24. Juni in Berlin eine Tagung. Vor mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern präsentieren sie Politik und Öffentlichkeit ihre gemeinsame Position für ein Bundesteilhabegesetz. Die Fachverbände vertreten zirka 90 Prozent der Dienste und Einrichtungen für Menschen mit geistiger, seelischer, körperlicher oder mehrfacher Behinderung in Deutschland.
 
 
Preis für Dialog und Toleranz
 
Der mittlerweile 96-jährige Gründer und Ehrenvorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe, Dr. h. c. Tom Mutters, erhält am 7. Mai die Skulptur für „Dialog und Toleranz“ des Paritätischen Gesamtverbandes. „Dieser Preis wird nur an Menschen verliehen, die sich in ganz besonderer Weise für Offenheit und Toleranz in dieser Gesellschaft eingesetzt haben. Für diese Offenheit und Toleranz stehen Tom Mutters und die Lebens­hilfe beispielhaft“, sagt der Vorsitzende des
Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, anlässlich der Verleihung in Marburg.

 
Den Parteien auf den Zahn gefühlt
 
Der Wahlkampf hat begonnen, und die Lebenshilfe mischt kräftig mit. Im Juni schickt die Bundesvereinigung ihre Wahlprüfsteine an alle Bundestagsfraktionen (CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Die Linke). Die Fragen drehen sich um das geplante Bundesteilhabegesetz, das Wahl- und Betreuungsrecht, Pflege und Frühförderung. Die Antworten der Parteien werden rechtzeitig vor dem Wahlsonntag am 22. September im Internet und der Lebenshilfe-Zeitung veröffentlicht. Wahlprüfsteine und die Antworten werden zudem in Leichte Sprache übersetzt.


Lebenshilfe-Kinderbuch macht Lust auf Inklusion
 
„Fred, der Frosch, und eine Schule für alle“ zeigt anschaulich, was Inklusion bedeutet und wie sie gelingen kann. Das neue Kinderbuch des Lebenshilfe-Verlags erscheint im Juli in Kooperation mit dem Susanna Rieder Verlag. Fred hat vor seinem ersten Schultag etwas Angst. Denn anders als früher werden plötzlich alle Tiere gemeinsam unterrichtet. Ein Frosch, ein Zebra und ein Löwe in einer Klasse – kann das gutgehen? Tatsächlich verläuft der Tag nicht problemlos. Doch Fred erlebt, wie er und seine neuen Freunde durch gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung von- und miteinander lernen können.
 
 
Wir machen Gesellschaft   
 
Mit klaren Forderungen an die Politik endet am 8. September der große Familienkongress der Lebenshilfe und ihrer Partner in Berlin. Der dreitägige Kongress mit dem Titel „Wir machen Gesellschaft“ ist ein gelungener Auftakt zum Leitthema „Familie: bunt bewegt“, das die Lebenshilfe in den nächsten drei Jahren mit weiteren Aktivitäten voranbringen will.
 
 
BOBBY für den Tatort aus Münster
 
„Wie frech und tabulos hier mit dem Anderssein umgegangen wird, sucht seinesgleichen in der deutschen Fernsehlandschaft“, so Bundesvorsit­zende Ulla Schmidt bei der Preisverleihung am 7. November im Kölner Residenz-Kino. Den Medienpreis BOBBY der Bundesvereinigung Lebenshilfe erhalten im Jahr 2013 die kleinwüchsige Schauspielerin ChrisTine Urspruch und das Team des Tatorts Münster.
 
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