Die Lebenshilfe - Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.
 

Die Lebenshilfe macht Schlagzeilen

Seit Gründung der Lebenshilfe ist es Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeit, auf die Situation geistig behinderter Menschen und ihrer Familien aufmerksam zu machen, für die Unterstützung der Lebenshilfe zu werben und nicht zuletzt  die Entscheidungsträger von der Notwendigkeit, den Veränderungen und den wachsenden Anforderungen der Behindertenhilfe immer wieder zu überrzeugen. Dies gilt heute umso mehr – in einer von hartem Wettbewerb geprägten Medienlandschaft, die sich fast täglich neuen Themen zuwendet und für ihre Bilder und Berichte immer spektakulärere Aktionen erwartet.

Seit Mitte der 1990er-Jahre setzt die Bundesvereinigung Lebenshilfe neben Publikationen und Pressearbeit in den hauseigenen Publikationen verstärkt öffentlichkeitswirksame Aktionen ein, um in den Medien präsent zu sein. Information, Aufklärung und Animation stehen im Mittelpunkt.

Ein großer Erfolg war 1998 die „Blaue Parade“ in Bonn zum 40. Geburtstag der Lebenshilfe. Den Demonstrationszug im Rahmen des Aktionstages zur Gleichstellung führte das meterhohe Blaue Kamel aus Bremen an, ein Symboltier der Integration.

Große Resonanz in der Öffentlichkeit findet seit 1999 die jährliche Verleihung des Medienpreises der Lebenshilfe, der nach einem der ersten Preisträger benannt wurde: Bobby Brederlow, einem Schauspieler mit Down-Syndrom. Weitere Preisträger waren die Fernsehmoderatoren Günther Jauch, Alfred Biolek und Guildo Horn, der Liedermacher Rolf Zuckowski, die Fernsehserie "Lindenstraße", der Schauspieler Peter Radtke, der Kinofilm, "Verrückt nach Paris" und das TV-Drama "In Sachen Kaminski".
 
Auf die künstlerischen Fähigkeiten geistig behinderter Menschen macht die Lebenshilfe immer wieder mit Veröffentlichungen und Veranstaltungen aufmerksam. So zeigte sie 1999 in der europäischen Kulturhauptstadt Weimar die Ausstellung „Drei Damen haben sich umgezogen“ mit Bildern geistig behinderter Menschen.

Im Jahr 2000 folgten u.a. ein Schülerzeitungswettbewerb über die Situation geistig behinderter Menschen und das Integrative Festival auf der Expo in Hannover. Weitere PR-Highlights der nächsten Jahre waren u.a. die Kampagne „Üben Sie mal Toleranz“ (2003) und die Ausstellung „Lebenslust“ in Salzgitter (2006) mit Dokumenten aus dem Leben geistig behinderter Menschen.

2006 organisierte der Landesverband NRW der Lebenshilfe die  Fußball-WM für Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland mit.  
 
Öffentliche Wahrnehmung von Menschen mit Behinderung 

Die ZDF-Serie „Unser Walter“ (1974) ließ zum ersten Mal ein breites Publikum die Entwciklung eines Kindes mit Down-Syndrom miterleben und machte so die Probleme der betroffenen Familien bekannt. Seitdem hat sich viel getan, auch wenn geistig behinderte Menschen in den Medien bis heute eher als hilfsbedürftig gezeigt werden. Heute gibt es eine ganze Reihe von Beispielen für erfolgreiche Spielfilme mit geisitg behinderten Darstellern, die positive Rollen besetzen, so z. B. mit Beratung der Lebenshilfe in der erfolgreichen ARD-Fernsehserie "Lindenstraße".

Mit der Umbenennung der „Aktion Sorgenkind“ in „Aktion Mensch“ (2000) verschwinden aus den Medien allmählich die Bilder von den „bedauernswerten Sorgenkindern“. Hieran war Bundesgeschäftsführer Dr. bernhard Conrads maßgeblich beteiligt. Etwas völlig Neues wagte der SWR 2006/07 mit der Talkshow „Guildo und seine Gäste“. Die Kritiker lobten das frische Format und den unverkrampften Umgang des Moderators Guildo Horn mit geistig behinderten Menschen.

Bitte lesen Sie dazu auch "Mit "Unser Walter" fing alles an. Öffentliche Wahrnehmung von Menschen mit (geistiger) Behinderung,
einen Beitrag von Peer Brocke (pdf - 12.2 KB)
 
Peer Brocke ist Journalist in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit in der Bundesgeschäftsstelle der Lebenshilfe.
 
 
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