Die Lebenshilfe - Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.
 

Frau sein und behindert sein

Frau
In den 1990er-Jahren trat die Lebenshilfe verstärkt dafür ein, dass Frauen und Männer mit geistiger Behinderung z.B. bei der Arbeitsplatzwahl und der Art, wo und wie sie wohnen möchten, mitentscheiden und mitgestalten. Auch das Mann- und Frausein rückte in den Blickpunkt der Diskussion. In Bildungskursen sprachen die TeilnehmerInnen über Partnerschaft, Liebe und Sexualität.

Frauen mit Behinderung erhielten zusätzliche Angebote, eigene Themen zu entdecken und zu entwickeln. So setzten sie sich z.B. in Kursen mit ihren Interessen und Bedürfnissen auseinander und lernten, dass Aufgaben wie hauswirtschaftliches Arbeiten, Einkaufen und Feste organisieren von Männern ebenso übernommen werden können. 

Regelmäßiges Thema von frauenspezifischen Bildungsangeboten wurden Missbrauch, Vergewaltigung, Schwangerschaftsabbruch, Sterilisation und versagter Kinderwunsch. Großes Interesse fanden Kurse in Selbstbehauptung und Selbstverteidigung als wichtiger Schutz vor sexuellen und gewalttätigen Übergriffen.

Oft wissen Frauen mit geistiger Behinderung nicht, wie sie jemanden kennenlernen, soziale Kontakte pflegen oder Konflikte und Krisen in Partnerschaften lösen können. Bei diesen Fragen helfen Beratungsstellen wie „Liebe – Lust & Frust“ der Lebenshilfe Berlin weiter. 
 
Bitte lesen Sie dazu auch "Frau sein und behindert sein - ein wichtiges Thema für die Lebenshilfe",

einen Beitrag von Christine Karches (pdf - 13 KB)

Cristine Karches ist Leiterin des Fortbildungsinstituts InForm in der Bundesgeschäftsstelle der Lebenshilfe
 
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