Die Lebenshilfe - Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.
 

Die internationale Arbeit

Internationale Arbeit

Eigentlich war die Lebenshilfe von Beginn an „international“, schließlich kam ihr Gründer Tom Mutters aus den Niederlanden. Er initiierte die Zusammenarbeit auf europäischer und internationaler Ebene. Schon zwei Jahre nach der Gründung, im Jahr 1960, legte die Lebenshilfe zusammen mit ihren Schwesterorganisationen in Großbritannien und den Niederlanden die Grundlage für eine Internationale Liga von Vereinigungen für Menschen mit geistiger Behinderung (International League of Societies for Persons with Mental Handicap. Zunächst eine europäische Vereinigung, wurde sie bald eine weltweit aktive Organisation. Heute heißt sie „Inclusion International“. Mehr als 200 Vereinigungen in 115 Ländern sind Mitglied. „Inclusion Europe“ heißt der sehr aktive Zusammenschluss auf europäischer Ebene. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe ist in führenden Gremien vertreten.
 

Seit den 1960er-Jahren beteiligte sich die Lebenshilfe auch an internationalen Fachtagungen und Kongressen. 1975 lud sie z.B. in Marburg zum Symposium „Geistige Behinderung, Partnerschaft, Sexualität“ ein.

In den 1970er-Jahren schloss die Lebenshilfe ihre ersten Kooperationen mit Initiativen und Projekten in verschiedenen Regionen der Welt. HospitantInnen vor allem aus der sog. Dritten Welt lernten in den Einrichtungen in Deutschland die Arbeit der Lebenshilfe kennen. Fachleute aus Lebenshilfe-Einrichtungen gaben in sog. Entwicklungsländern ihre vielfältigen Erfahrungen mit geistig behinderten Menschen in Deutschland weiter. Überall in den Partnerländern der Lebenshilfe ist bis heute die Berücksichtigung des landesspezifischen soziokulturellen Hintergrundes wichtig.

Mit der politischen Wende in den sozialistischen Ländern 1989/90 orientierte sich die Lebenshilfe noch stärker in Richtung Osteuropa. Dort lebten die Menschen mit geistiger Behinderung häufig in katastrophalen Verhältnissen. Die Lebenshilfe gründete Partnerschaften mit den sich entwickelnden Selbsthilfeorganisationen u. a. in Russland, Weißrussland, der Ukraine der Slowakei und Tschechien.
 

2005 formulierte die Lebenshilfe in ihrem Wegweiser:

„Die Lebenshilfe fühlt sich in dieser Einen Welt solidarisch mit behinderten Menschen und ihren Familien überall auf der Welt. Das bedeutet auch, dort aktiv zu werden, wo unsere Hilfe besonders gebraucht wird.“ 

Dafür stehen praktische Hilfsprojekte in Osteuropa und Ländern der sog. Dritten Welt.

 

Im Rahmen von „Inclusion International“ wirkte die Lebenshilfe an der Formulierung der 2007 erschienenen UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung mit.

 

Bitte lesen Sie dazu auch "Die internationale Arbeit der Lebenshilfe", einen
Beitrag von Harald Kolmar (pdf - 12.6 KB),

Harald Kolmar ist Referent für Internationale Hilfen in der Abteilung Konzepte in der Bundesgeschäftsstelle der Lebenshilfe
 

 
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