Die Lebenshilfe - Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.
 

Die Rolle der Eltern in den frühen Jahren

Rolle der Eltern
Früh erkannten Eltern und Fachleute, dass sie von außen keine Hilfe zu erwarten hätten, wenn sie nicht selbst bewiesen, dass Hilfe für Menschen mit geistiger Behinderung sinnvoll und durchführbar sei . Sie riefen nicht nach dem Staat, appellierten nicht an Mitleid und Wohltätigkeit, verließen sich nicht auf andere. Sie besannen sich auf ihre eigene Kraft und ihre persönliche Aufgabe. So gingen Eltern, die ihre Situation nicht länger erdulden, und Fachleute, die ihr Wissen einbringen wollten, in der Lebenshilfe gemeinsame Wege. Die Eltern erkannten: Sie mussten sich nicht nur für ihre eigenen Kinder einsetzen, sondern auch für die Kinder anderer Eltern. Wenn sie möglichst vielen Kindern mit geistiger Behinderung halfen, sorgten sie auch am besten für ihren eigenen Sohn oder ihre eigene Tochter.

Auch die Fachleute erkannten, dass sie die Probleme lange vernachlässigt hatten. Schon im ersten Jahrzehnt nach der Gründung der Lebenshilfe stellten sich namhafte Experten in den Dienst des Vereins und standen ihm mit Rat und Tat zur Seite.

Diese ersten Jahre waren geprägt von beispielloser Freiwilligkeit und Opferbereitschaft, von unermüdlichem Einsatzwillen und persönlicher Begegnung, von tiefem Solidaritätsbewusstsein der Eltern, Helfer und Förderer.
 
In diesen frühen Jahren entstand ein Begriff, der auf die Verbundenheit, das Engagement und die Liebe der in der Lebenshilfe aktiven Personen hinweist: „Unsere Kinder“.
Kurt Wildner, Journalist 
 
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