Die Lebenshilfe - Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.
 
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1958 - Das Gründungsjahr der Lebenshilfe

 

Menschen:

Tom Mutters 1958

Dr. h.c. Tom Mutters

Geboren am 23. Januar 1917 in Amsterdam, leitete Tom Mutters von 1945 bis 1949 des Schulfilminstitut seine Heimatstadt. Danach war er bis 1952 Beauftragter im Kindersuchdienst der Vereinten Nationen (UN).
1952-1958 arbeitete er als Verbindungsoffizier im Auftrag des UN-Hochkommissars für Flüchtlinge im Philipps-Hospital in Goddelau für schwer geistig behinderte Kinder verschleppter Personen, Flüchtlingsfamilien und KZ-Überlebender.

Bis 1960 war Mutters ehrenamtlicher Geschäftsführer und gehörte bis 1964 dem Bundesvorstand an. Von 1960 bis 1988 leitete er als hauptamtlicher Geschäftsführer die Lebenshilfe. 1989 wurde er Ehrenvorsitzender.

1960 gehörte Mutters zu dem Gründern der "Europäischen Liga von Vereinigungen für Menschen mit geistiger Behinderung" (heute "Inclusion International"), 1964 regte er die Gründung der "Aktion Sorgenkind" an, der heutigen "Aktion Mensch". 1967 gab Mutters den Impuls zur Gründung der "Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte", der heutigen "Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen".

1971 war er Mitinitiator der "Hilda-Heinemann-Stiftung". Auch nach dem Ende seiner hauptberuflichen Tätigkeit blieb Tom Mutters für die Lebenshilfe aktiv, vor allem beim Aufbau von Selbsthilfestrukturen in Zentral- und Osteuropa sowie nach der Wiedervereinigung 1990 in den neuen deutschen Bundesländern.
 

Ereignisse:

Erfahrungen als Verbindungsoffizier der Vereinten Nationen (UN) mit schwer geistig behinderten Kindern im hessischen Goddelau führen Tom Mutters zu dem Entschluss, die Arbeit für Menschen mit geistiger Behinderung zur Lebensaufgabe zu machen.
 
13. November 1958
Tom Mutters verschickt in ganz Deutschland Einladungen an Eltern und Fachleute zu einer Besprechung in Marburg, um eine deutsche Vereinigung von Eltern und Freunden geistig behinderter Menschen zu gründen.
 
23. November 1958
In Marburg gründen 15 Eltern und Fachleute mit Tom Mutters die "Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind e.V.".  Prof. Dr. Richard Mittermaier wird erster Vorsitzender, außerdem gehören dem Bundesvorstand Bert Heinen, Tom Mutters und Paul Abel an. 
 
Das Protokoll der Gründungsversammlung mit den Namen aller 15 Gründungsmitglieder
 
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